Weinbau
„Wir probieren, einen Regentanz aufzuführen“: Wie Winzer mit der Hitzewelle umgehen
Seit Wochen belastet eine hartnäckige Hitzewelle ganz Luxemburg. Im Obst- und Weinbau machen sich jetzt erste Probleme bemerkbar.
Winzerin Corinne Kox sorgt sich vor allem um ihre Jungpflanzen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen machen Luxemburg seit Wochen zu schaffen. Besonders für den Weinbau stellt die Dürre ein großes Problem dar. Künstliche Bewässerung ist in diesen Zeiten kein Luxus, sondern ein Muss; da sind sich die Obstbauern einig. Winzerin Corinne Kox erklärt, dass es sich für die Jungpflanzen um einen Kampf ums Überleben handelt. Obwohl sie überzeugt ist, dass Pflanzen sich an den Stress der Trockenheit gewöhnen sollen, kommt sie diesen Sommer nicht daran vorbei, den Pflanzen mit künstlicher Bewässerung nachzuhelfen. Die Weinreben seien in einem prekären Zustand. Eine solche extreme Dürreperiode ist für sie eine neue Erfahrung. „Wir probieren, einen Regentanz aufzuführen“, scherzt die Winzerin.
In einer ähnlichen Situation befindet sich Josy Gloden, Präsident der „Domaines Vinsmoselle“. Auch er muss auf künstliche Bewässerung zurückgreifen, damit die jungen Rebstöcke, die erst vor vier oder fünf Jahren gepflanzt wurden, den Sommer überleben. Bei ihm sind glücklicherweise noch keine Pflanzen abgestorben. Aber: Das Risiko, dass die Weintrauben Sonnenbrand bekommen, besteht, vor allem, wenn es im August mit den Temperaturen so weitergeht wie bisher. Sonnenbrand, so erklärt der erfahrene Winzer, entsteht dadurch, dass sich der Saft, der sich in den Trauben befindet, zu stark erhitzt und so die äußere Schicht beschädigt.