Logement

„Will einfach nur eine bezahlbare Wohnung“: Frau aus Grevenmacher erklärt Beweggründe für ihren Hungerstreik

Mit einer Protestaktion macht Astgik Manukyan aus Grevenmacher seit zwei Tagen auf ihre Wohnverhältnisse aufmerksam. Der Besuch bei der Mieterin zu Hause zeigt die desolaten Umstände, in denen die Frau und zwei ihrer Kinder seit sieben Jahren tagtäglich leben – und gibt einen Einblick, was in Luxemburg für viele Menschen auf dem Wohnungsmarkt schief läuft.

Auch zuhause trägt Astgik Manukyan Jacke, Mütze und Schal. Denn drinnen ist es nur wenige Grad wärmer als an der frischen Luft

Auch zuhause trägt Astgik Manukyan Jacke, Mütze und Schal. Denn drinnen ist es nur wenige Grad wärmer als an der frischen Luft Foto: Editpress/Hervé Montaigu

Ein Wochentag in Grevenmacher. Neun Grad sind es in der Stadt an der Mosel, als die Kirchturmuhr 13 Uhr schlägt. Viel wärmer ist es in dem im Ortskern gelegenen Mietshaus von Astgik Manukyan nicht. Das Thermometer auf der Fensterbank im Inneren des alten Gebäudes steigt nicht über elf Grad hinaus. „Den Ofen habe ich heute nicht angeheizt, da wir nicht zu Hause sind“, erklärt Astgik Manukyan. Heizkörper gibt es in ihren vier Wänden nicht. Die in dunkle Kleidung eingemummelte Frau wird den Großteil dieses Tages vor dem Rathaus in Grevenmacher verbringen – für einen Hungerstreik, wie die 54-Jährige ihren stillen Protest nennt.

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