Im Kino

Wilder Genremix: Ryan Coogler spannt mit „Sinners“ den Bogen vom Gangster- zum Vampirfilm

In „Sinners“ kombiniert Ryan Coogler den Gangster- mit dem Horrorfilm, um daraus einen weiteren Beitrag zum zeitgenössischen „Black Horror Cinema“ zu formulieren. Dabei reicht der „Black Panther“-Regisseur jedoch nicht an die Subversion seines Kollegen Jordan Peele heran – hält dafür aber allerlei Schockeffekte bereit.

Horror in den Südstaaten: Michael B. Jordan (l.) und Miles Caton in Ryan Cooglers „Sinners“

Horror in den Südstaaten: Michael B. Jordan (l.) und Miles Caton in Ryan Cooglers „Sinners“ Foto: Warner Bros.

„Black Horror Cinema“ bezieht sich auf eine Tendenz des Horrorkinos, die sich mit Themen und Erfahrungen aus der afroamerikanischen Kultur und Geschichte auseinandersetzt. Diese Filmströmung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen und wird oft als eine diskursive Plattform genutzt, um gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Identität, Trauma und soziale Ungleichheit zu behandeln. „Get Out“ (2017) war ein einflussreiches Beispiel eines Horrorfilms, der die tiefen Risse der US-amerikanischen Gesellschaft überzeichnend offenlegte, die rassistischen Spannungen und subtilen Diskriminierungen im US-Alltag satirisch bebilderte – eine Tendenz, die Regisseur Jordan Peele mit „Us“ (2019) und „Nope“ (2022) weiterführte.

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