Geschichte von Esch

Wie sich die eingekesselte Industriemetropole zur grenzüberschreitenden Pilotstadt entwickelt hat

Denis Scuto behandelt in seiner Artikelserie die historische Entwicklung der Industriestadt Esch/Alzette im Südwesten des Großherzogtums Luxemburg, der Minette-(Eisenerz)-Region, von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis heute – die letzte Folge zusammen mit dem ehemaligen Stadtarchitekten Jean Goedert.

Luftaufnahme von Esch und Umgebung aus dem Jahr 2012

Luftaufnahme von Esch und Umgebung aus dem Jahr 2012 Foto: Rol Schleich

Die hier abgebildete Luftaufnahme aus dem Jahr 2012 ermöglicht es, die historische Entwicklung der Stadt Esch/Alzette innerhalb der sich aus der Industrialisierung ergebenden Möglichkeiten und Zwänge nachzuvollziehen: die Einkesselung der Stadt durch drei Werke, die Metzeschmelz (Arbed/ArcelorMittal Esch-Schifflingen) im Osten, die Brasseurschmelz (Arbed Terre Rouge) im Südwesten und die Adolf-Emil-Hütte (Arbed/ArcelorMittal Belval) im Nordwesten, durch Eisenbahnlinien, durch Schlackenhalden (diejenige von Terre Rouge im Vordergrund, noch mit den inzwischen leider abgerissenen Industriedenkmälern Centrale thermique und Keeseminnen) und durch die Eisenerzgrubenareale im Süden, die seit den 1970er-Jahren zu Naherholungs- und Naturschutzgebieten wurden und heute Teil der Minett Unesco Biosphere sind; die von den Urbanisten Paul Flesch und Josef Stübben als Chance begriffene Trichterform der Stadt, um der städtischen Dichte mit der Durchlüftung durch breite Straßen, öffentliche Plätze, Baumpflanzungen sowie mit der Schönheit der Fassaden zu begegnen; die Fragmentierung des Stadtgefüges an den Außengrenzen.

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