Domaine Tageblatt
Wie funktioniert das mit dem Ankauf von Trauben?
Als angehende Winzer haben wir uns unter anderem die Frage gestellt: Wie gestaltet sich das Prozedere beim Ankauf von Lesegut, insbesondere beim landesweit größten Wein- und Crémantproduzenten, der Genossenschaftskellerei Domaines Vinsmoselle, deren Mitglieder rund die Hälfte der gesamten Rebfläche an der Luxemburger Mosel bewirtschaften? Wer oder was bestimmt oder ermittelt den Preis für die Einlieferungen der Mitgliedswinzer, welche Kriterien spielen die Hauptrolle? Dr. André Mehlen hat das Tageblatt zu einem aufklärenden Gespräch in die Firmenzentrale auf Schloss Stadtbredimus eingeladen.
High Five: Generaldirektor Dr. André Mehlen und sein Team stehen für erstklassige Erzeugnisse Foto: Herbert Becker
„Euer Interesse an den unterschiedlichsten Themen in puncto Weinbau und -produktion ist offensichtlich groß“, meint Dr. André Mehlen, seit 1. Februar 2023 Generaldirektor der Genossenschaft mit Sitz in Stadtbredimus, bei unserer Ankunft. „Nein, wir wollen nichts verkaufen“, entgegne ich schmunzelnd. „Wir sind nach wie vor bestrebt, unsere erste Ernte im Herbst selbst auf die Flasche zu bringen.“ Die Aussichten auf ein gutes Erntejahr seien aktuell sehr gut, weiß Mehlen zu berichten. Mit etwas Glück bleibt die Winzerschaft in diesem Jahr von Wetterkapriolen verschont. Zum Grund unseres Besuches: Wir haben uns gefragt, wie gestaltet sich der Ankauf der Trauben, was bekommt der Winzer für sein Lesegut, wer legt den Preis fest und nach welchen Kriterien geschieht dies?