Geschichte

Wie die industrielle Tötung von Juden in Auschwitz ihre Maximalkapazität erreichte

Angesichts der Explosion von Judenhass in vielen Teilen der Welt, der zunehmenden Relativierung des Juden-Genozids (Shoah, Holocaust) und Verharmlosung der Nazi-Verbrechen, der Verbreitung von unhaltbaren Vergleichen in den sozialen Medien, sowie der Wiederkehr von Nazi-Gedankengut in unterschiedlichster Verkleidung schien es dem Verfasser notwendig, die in diesem Beitrag dargelegten historischen Tatsachen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ankunft eines Transportzuges mit Jüdinnen und Juden aus Ungarn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau

Ankunft eines Transportzuges mit Jüdinnen und Juden aus Ungarn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau Foto: Bernhard Walter, Mai 1944, Lili-Jacob-Album, USHMM, courtesy YVA

Nach der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 war aufgrund der NS-Rassenideologie und der daraus abgeleiteten Überzeugung, Juden seien keine Menschen, sondern eine „Fäulniserscheinung“1), die unverrückbar aus den Volkskörpern zu beseitigen sei, die Entfernung der Juden aus der deutschen Volksgemeinschaft zur Staatsräson geworden. Sogar kleine Kinder wurden sehr früh zum Rassenhass erzogen. So erschien beispielsweise 1936 ein viel beachtetes Kinderbuch für Sechs- bis Neunjährige, in dem die Juden nicht als Rasse, sondern als „böse Wesen“ dargestellt wurden.2)

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