50 Jahre Punk

Wie die Subkultur von der Stadt aufs Land kam – oder vom Land in die Stadt

Punk wird häufig als urban geprägte Subkultur betrachtet. Dabei blühte die Bewegung spätestens in ihrer zweiten Generation in vielen Ländern vor allem in der Provinz auf, nicht zuletzt in Luxemburg. Davon, dass Punk „tot“ ist, kann bis heute keine Rede sein.

Fränz, Diff und Pattex 1992 als No More

Fränz, Diff und Pattex 1992 als No More Foto: privat

„Die ersten Punks habe ich in Esch am Bahnhof gesehen“, erinnert sich Fränz Laureys. „Das war Anfang der 80er Jahre.“ Luxemburg war Punk-Neuland zu jener Zeit, um nicht zu sagen: eine Wüste. „Wir gingen in die Cafés der umliegenden Dörfer und langweilten uns bei Blues- und Rockkonzerten“, sagt der Musiker, Bassist unter anderem bei Petrograd und Toxkäpp! In einigen wenigen Lokalen wurden damals New Wave und Underground gespielt. Fränz erzählt, wie er sich früh für Punk begeisterte. „Doch weil hier in Luxemburg nichts los war, fuhr ich mit einem Kumpel nach Trier und Saarbrücken, um Punks zu treffen, die dort in der Stadt abhingen“, sagt der heute 55-Jährige. „Dazu deckte ich mich in den Plattenläden mit Punkplatten ein.“ Damals dominierten noch Vinylscheiben.

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