Heimlicher Aristokrat

Wie der Schwarzstorch sein verborgenes Reich bewahrt

Der Schwarzstorch ist ein scheuer, sensibler Waldbewohner und Sinnbild für ungestörte, naturnahe Landschaften. Abseits menschlicher Siedlungen lebt er in alten Wäldern und sucht an Bächen und Auen nach Nahrung.

Schwarzstorch im tiefen, ruhigen Wald, bevorzugt ungestörte Natur fernab menschlicher Aktivität

Der Schwarzstorch bevorzugt ruhige, tiefe Wälder abseits menschlicher Aktivität httpscreativecommons.orglicensesby-sa4.0, via Wikimedia Commons

Während sein weißgefiederter Verwandter häufig auf Dächern und Kirchtürmen brütet, bleibt der Schwarzstorch (Ciconia nigra) lieber ungesehen. Er ist der heimliche Aristokrat unter den europäischen Großvögeln – elegant, sensibel und bemerkenswert standorttreu. Mit seinem schwarzen, metallisch grün-violett schimmernden Gefieder, den langen roten Beinen und dem schlanken Schnabel wirkt er wie aus einer anderen Zeit. Doch wer ihn beobachten möchte, braucht Geduld und vor allem eines: Respekt vor seiner Scheu.

Der Schwarzstorch ist ein Bewohner tiefer Wälder, abseits vom Trubel menschlicher Siedlungen. Er bevorzugt große, ungestörte Laub- und Mischwälder mit alten Bäumen, auf denen er seine mächtigen Horste baut – oft in beeindruckender Höhe. In Flussauen und an Waldbächen geht er auf Nahrungssuche: Frösche, kleine Fische, Wasserinsekten und manchmal auch Eidechsen stehen auf seinem Speiseplan. Zahlreiche Gewässerlebensräume in kurzer Distanz zum Brutplatz sind für ihn entscheidend.

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