15 Jahre „fairmëllech“

Wie aus einem Wut-Protest eine erfolgreiche Genossenschaft wurde

Die Milchprodukte mit der Kuh in den Landesfarben kennen viele. Vor kurzem hat „fairmëllech“ ihr 15-jähriges Bestehen auf der „Foire agricole“ gefeiert. Dahinter steht die „Fairkoperativ“ mit aktuell rund 80 Milch- und Fleischproduzenten. Die Genossenschaft ist das Ergebnis eines Protests.

Mit der Milch ging es 2011 los, inzwischen sind viele andere Produkte hinzugekommen

Mit der Milch ging es 2011 los, inzwischen sind viele andere Produkte hinzugekommen Foto: Editpress/Julien Garroy

„Immer auf der Straße muss nicht sein, manchmal geht es aber nicht anders“, sagt Claude Thiry (62), der in den Nullerjahren seinen Milchviehbetrieb in Schouweiler betreibt. Die Milchwirtschaft ist noch heute ein wichtiges Standbein auf dem mittlerweile diversifizierten Hof der Familie. 2009 war so ein Jahr, wo es nicht anders ging. Der Milchpreis war im Keller.

Rund 20 Cent pro Liter gab es damals pro Liter Rohmilch, 40 Cent hätten es mindestens sein müssen, um die Herstellungskosten zu decken. Die Landwirte machen Verluste. Thiry ist zu der Zeit nicht nur mit den Kollegen auf der Straße, ihm wird auch klar, er muss etwas tun. Es ist die Geburtsstunde der Genossenschaft „Fairkoperativ“.

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