Luxfilmfestival
Wie Luxemburger Filmemacher Jelineks „Liebhaberinnen“ ins Heute holen
„Liebhaberinnen“ feierte auf der 76. Berlinale Weltpremiere. Am Dienstagabend wird der Film, basierend auf einem Roman von Elfriede Jelinek, im Rahmen des Luxfilmfestivals gezeigt. Ein Gespräch mit den Macher:innen, der Luxemburgerin Koxi und Antonio de Luca, über Feminismus, Grenzüberschreitungen und die Notwendigkeit, nicht zu langweilen.
Neue Film-Avantgarde: Antonio de Luca (l.) und Koxi (r.) stecken hinter dem Filmprojekt „Die Liebhaberinnen“, der am 10. März beim Luxembourg City Film Festival läuft Foto: Hans Diernberger
Tageblatt: „Die Liebhaberinnen“ von Elfriede Jelinek ist 1975 erschienen. Ihr habt das Buch adaptiert und ins Heute gezogen. Der Film feierte Weltpremiere auf der 76. Berlinale in der Sektion „Forum“ und wird auch im Rahmen des Luxfilmfestivals gezeigt. Wieso Jelinek?
Koxi: Ich habe Jelinek in meiner Jugend gelesen und mir kamen die beiden Frauenfiguren in „Liebhaberinnen“ artverwandt vor – vielleicht, weil ich auf dem Dorf aufgewachsen bin. Schon nach meinem Studium wollte ich den Film machen, aber mir wurde davon abgeraten. Irgendwann kam Antonio als Autor ins Spiel und ich wusste, dass er der Richtige ist für den Ton, den wir in dem Film verfolgen. Er ist sarkastisch und hat eine analytische Schärfe, die ich sehr mag – was ja Jelinek auch hat.