Vergessene Heldin

Wie Anne Arensdorff-Pierre in Schifflingen gegen die Nazis Widerstand leistete

Die Erinnerungskultur an die NS-Besatzung in Schifflingen wird bis heute vom Widerstand bestimmt. Insbesondere die Streiks von 1942 gegen die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht und die Widerstandsbewegung Alweraje dominieren den lokalen Erinnerungsdiskurs und werden von emblematischen Figuren wie Albert Wingert oder Wenzel Profant geprägt. Die Leistungen der Frauen im Widerstand sind jedoch weniger bekannt. 

Anne, Nic. und Raymond Arensdorff vor ihrem Café in der Grand-Rue 30

Anne, Nic. und Raymond Arensdorff vor ihrem Café in der Grand-Rue 30 Quelle: MNRDH

Seit Juni 1979 erinnert in Schifflingen an der Ecke montée du Cimetière/rue Belle-Vue das Monument „Mammen a Fraen“ an das Leid der Widerstandskämpferinnen während der Besatzungszeit. „Giedel“ dieses landesweit einzigartigen Monuments war Anne Arensdorff-Pierre. Die am 1. Juni 1889 in Schifflingen geborene Anne Pierre war mit dem 15 Jahre älteren Nicolas Arensdorff (*24. November 1874), dem Gastwirt des gleichnamigen „Café Arensdorff“, verheiratet. Das Paar hatte einen Sohn, den am 20. September 1914 geborenen Raymond.  

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