Im Kino
Wes Anderson will in „The Phoenician Scheme“ zu viel des Guten
Wes Anderson bestätigt in seinem neuen Film „The Phoenician Scheme“ seine Vorlieben für manierierte Gedankenspiele, extravagante Bilder und ein großes Hollywood-Staraufgebot. Das ist selten komisch und zutiefst zwanghaft.
Benicio Del Toro und Mia Threapleton in „The Phoenician Scheme“ von Wes Anderson Foto: Courtesy of TPS Productions/Focu
Der Regisseur Wes Anderson ist eine ziemlich singuläre Erscheinung im zeitgenössischen Kino. Wer „Asteroid City“ (2023), „The French Dispatch“ (2021) oder „Grand Budapest Hotel“ (2014) gesehen hat, wird von Wes Andersons neuem Werk „The Phoenician Scheme“, das soeben in Cannes Premiere feierte, kaum überrascht sein. Alles ist wie gehabt, man bekommt genau das vorgesetzt, was man von Anderson kennt, nämlich seinen rigiden Formüberschuss – vielleicht sogar noch ein wenig mehr davon. Denn wenn dem Film etwas überzeugend gelingt, dann sich in seinem ohnehin manierierten und kunstvoll selbstverliebten Stil noch grotesker und surrealer zu überbieten.