Wechsel von Payconiq
Wero-Betrug: Polizei warnt vor Phishing und falschen Bankmitarbeitern
Betrüger nutzen den Wechsel von Payconiq zu Wero, um an Bank- und Zugangsdaten zu gelangen. Die Polizei warnt vor gefälschten Nachrichten und Anrufen.
Betrüger nutzen den Wechsel von Payconiq zu Wero, um an sensible Bank- und Zugangsdaten zu gelangen Symbolbild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn
In Luxemburg versuchen derzeit Betrüger, mit einer neuen Phishing-Masche an Bank- und Zugangsdaten zu gelangen. Die Täter nutzen die Umstellung von Payconiq zu Wero als Vorwand, schreibt die Polizei am Dienstag in ihrem Pressebericht.
Falsche Bankmitarbeiter setzen Opfer unter Druck
Betroffene erhalten zunächst E-Mails oder Nachrichten mit einem Link. Darüber sollen sie angeblich den Wechsel zu Wero vornehmen. Wer dem Link folgt und dort persönliche oder Kartendaten eingibt, erhält teilweise kurz darauf einen Anruf.
Die Täter geben sich etwa als Bankmitarbeiter oder Mitarbeiter von LuxTrust aus. Sie behaupten, das Konto sei gehackt worden oder es habe verdächtige Transaktionen gegeben. Anschließend fordern sie weitere Daten an oder bringen die Betroffenen dazu, QR-Codes zu scannen und Transaktionen oder Anfragen über LuxTrust oder Banking-Apps zu bestätigen.
In einigen Fällen kündigen die Betrüger laut Polizei sogar an, dass ein vermeintlicher Bankmitarbeiter die Bankkarte persönlich beim Opfer zu Hause abholen werde.
Die Polizei warnt: „Banken, LuxTrust und andere seriöse Dienstleister werden Sie niemals dazu auffordern, Ihre Bankkarte, PIN-Codes, Zugangsdaten oder LuxTrust-Codes an eine fremde Person auszuhändigen“.
Polizei warnt vor gefälschten Telefonnummern
Wer eine unerwartete Nachricht zum Thema Wero erhält, sollte keine Links oder QR-Codes öffnen und darüber keine Daten eingeben. Auch unbekannte Transaktionen sollten niemals bestätigt werden. Bei verdächtigen Anrufen empfiehlt die Polizei, das Gespräch zu beenden und die Bank selbst über die bekannten offiziellen Kontaktdaten zu kontaktieren.
Auch eine vertraut wirkende Telefonnummer schützt nicht vor Betrug. Mit sogenanntem Call-ID-Spoofing können Täter eine vermeintlich offizielle oder luxemburgische Nummer auf dem Display anzeigen lassen.
Wer bereits Daten weitergegeben, eine verdächtige Transaktion bestätigt oder eine Bankkarte ausgehändigt hat, sollte sofort die Bank kontaktieren und Karten beziehungsweise Zugänge sperren lassen. Anschließend sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.
Zudem erinnert die Polizei daran, ältere oder weniger digital erfahrene Menschen im Familien- und Bekanntenkreis über die aktuelle Betrugsmasche zu informieren. (DJ)