„Zenter fir exzessiivt Verhalen a Verhalenssucht“
Wer die Scham überwindet, dem kann geholfen werden
Die Räumlichkeiten des „Zenter fir exzessiivt Verhalen a Verhalenssucht“ wurden am Mittwoch in der Hauptstadt offiziell eingeweiht. Hier erhalten Spielsüchtige professionelle Hilfe, um ihre Sucht unter Kontrolle zu bringen. Doch das ZEV kämpft nicht nur gegen die Sucht, sondern auch gegen die Vorurteile in der Gesellschaft.
Wer mehr als sechs Stunden täglich zockt, gilt als spielsüchtig Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Während viele psychische Störungen mittlerweile als Krankheiten anerkannt werden, haben Betroffene im Bereich der Verhaltenssüchte immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Ihre Sucht wird oftmals nur als Charakterschwäche angesehen. „Aus diesem Grund sind viele Betroffene der Verhaltenssüchte meistens von einer besonders großen Schamproblematik geplagt, die in aller Regel verhindert, dass sie an die Öffentlichkeit treten oder sich professionelle Hilfe suchen“, sagt Dr. Andreas König, Manager des „Zentrum fir exzessiivt Verhalen a Verhalenssucht“.