Locarno Film Festival
Wenn der Wald mehr als nur Kulisse ist
Luxemburgische Koproduktionen, starke Naturbilder und prominente Gäste: In der zweiten Woche des 79. Locarno Film Festival rückte der internationale Wettbewerb ins Zentrum.
Ann Oren und ihre Schauspieler repräsentieren mit „Objet a“ eine von drei luxemburgischen Koproduktionen Foto: Delia Pifarotti
In der zweiten Woche des 79. Locarno Film Festival rückte der Internationale Wettbewerb stärker ins Zentrum. Mit „Objet a“ von Ann Oren feierte dabei auch eine luxemburgische Koproduktion ihre Weltpremiere. Eine weitere Luxemburger Beteiligung in der Sektion Histoire(s) du Cinéma war Jorge Thielen Armands „La Muerte no tiene dueño“ (Death has no Master). Auffällig in dieser Festivalausgabe war, dass in zahlreichen Filmen die Natur nicht nur als Kulisse dient, sondern zum eigenständigen Bestandteil der Erzählung wird, als Ort der Erinnerung und Sinneserfahrung, aber auch der Bedrohung und Angst.
Neben den Filmvorführungen und den allabendlichen, festlichen Preisüberreichungen bot Locarno auch in diesem Jahr ein umfangreiches Rahmenprogramm. Mit Open Doors richtet das Festival seit Jahren den Blick auf Filmschaffende aus Ländern, die im internationalen Kinobetrieb wenig sichtbar sind, und bringt sie mit Produzenten und Branchenvertretern zusammen. Im „BaseCamp“ trafen sich junge Kreative aus unterschiedlichen Disziplinen zu Workshops und gemeinsamen Projekten. In der „Rotonda by la Mobiliare“ wurden bei freiem Eintritt Konzerte, DJ-Sets und Veranstaltungen für Kinder geboten, während Foodtrucks mit Spezialitäten aus aller Welt kulinarisch für Abwechslung sorgten.