Konzertkritik
Das Atelier geht in die Knie: Alte Rituale und präzise Reflexe bei den Beatsteaks
Am Donnerstagabend spielten die Beatsteaks im ausverkauften Atelier ihr letztes, reguläres Konzert vor der angekündigten Pause. Die Setlist führte durch drei Jahrzehnte Bandgeschichte, klang aber nicht nach Best-Of Routine.
Machten ihrem Ruf alle Ehre: die Beatsteaks im Atelier Foto: Editpress/Georges Noesen
„Das ist das letzte reguläre Beatsteaks-Konzert“, sagt Arnim Teutoburg-Weiß relativ früh am Abend. Danach stehe nur noch das Highfield-Festival an. Einen Moment lang klingt dieser Satz bedrohlicher, als er gemeint ist. Das letzte? Heute? Für immer?
Vielleicht trifft der Satz im Atelier auch deshalb einen Nerv, weil die Beatsteaks für einen beträchtlichen Teil des Publikums keine zufällige Spotify-Entdeckung sind, sondern Teil der eigenen musikalischen Biografie. Viele im Raum gehören jener Generation an, die MTV noch einschaltete, als dort tatsächlich Musikvideos liefen – immer in der Hoffnung, dass auch „I Don’t Care As Long As You Sing“ gezeigt wurde.