Domaine Tageblatt

Wein der Zukunft: Wie neue Rebsorten den Winzern das Leben vereinfachen sollen

PIWI-Rebsorten sind besonders resistent gegen Pilzkrankheiten – und sollen den Weinbau für die Zukunft sichern. Das Tageblatt hat sich Cabernet blanc, Souvignier gris und Co. genauer angeschaut.

Links: Sauvignac. Rechts: Rivaner – unsere Parzelle grenzt an die jungen PIWI-Pflanzen, die Winzerin Corinne Kox 2022 angelegt hat

Links: Sauvignac. Rechts: Rivaner – unsere Parzelle grenzt an die jungen PIWI-Pflanzen, die Winzerin Corinne Kox 2022 angelegt hat Foto: Editpress/Julien Garroy

Das Tageblatt-Team beschäftigt sich seit sieben Monaten intensiv mit dem Luxemburger Weinbau. Dabei sind wir immer wieder über einen Begriff gestolpert: PIWI. Hinter der Abkürzung versteckt sich das Wort „pilzwiderstandsfähig“ – also Rebsorten, die so gezüchtet werden, dass sie besonders resistent gegen Pilzkrankheiten wie dem echten und falschen Mehltau sind. „Das ist keine Gentechnik, sondern eine klassische Kreuzzüchtung“, erklärt Daniel Molitor gegenüber dem Tageblatt. Er ist gelernter Winzer und einer der Wissenschaftler, die beim „Luxembourg Institute of Science and Technology“ (LIST) an den neuen Sorten arbeiten. Für die PIWIs werden resistente Rebsorten aus Amerika oder Asien mit klassischen aus Europa gekreuzt. „Von der Kreuzung bis zur Ertragsreife vergehen zwischen 20 und 30 Jahren – sie müssen unter unterschiedlichen Umweltbedingungen während mehrerer Jahre getestet werden“, sagt Molitor. 

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