Neuer Tram-Abschnitt
Wegen Unesco-Kulturerbe: Keine Wartehäuschen an der place de Metz
Anders als an anderen Tramhaltestellen werden an der place de Metz in Luxemburg-Stadt keine Wartehäuschen aufgebaut. Der Grund: Die Häuschen würden die Sichtachse zum Bahnhof blockieren – und das würde den Schutzstatus des Luxemburger Weltkulturerbes gefährden. „déi Lénk Stad“ ist damit nicht einverstanden.
Die Tram in einer Luxtram-Grafik auf der Adolphe-Brücke. Im Hintergrund: die Avenue de la Liberté – mit freier Sichtachse bis zum Hauptbahnhof. Grafik: Luxtram
Kein Dach über dem Kopf in einer der „nassesten Hauptstädte Europas“? „déi Lénk Stad“ kritisiert in einer Pressemitteilung, dass an der Tramhaltestelle an der place de Metz keine Wartehäuschen aufgebaut werden – anders als an den anderen drei Haltepunkten der Tramverlängerung zum Hauptbahnhof. „déi Lénk war überrascht zu erfahren, dass diese Maßnahme das Ergebnis einer Intervention des Kulturministeriums ist“, schreibt die Partei am Donnerstag. Laut „déi Lénk“ sei die Behörde davon ausgegangen, dass die Einrichtung von Wartehäuschen an diesem Standort den Unesco-Schutzstatus bestimmter Teile der Stadt Luxemburg untergraben würde. Altstadt und Festungsanlagen der Hauptstadt zählen seit 1994 zum Weltkulturerbe.