Kunstprojekt

„Wee bass du?“

Mit dem Kunstprojekt „Wee bass du?“ will die Fotografin Jessica Theis ein Zeichen setzen: Ein Handicap ist nur eins von vielen Persönlichkeitsmerkmalen. Ein Gespräch mit Eric Heimermann, Projektteilnehmer, und der Fotografin. 

Jessica Theis und Eric Heimermann posieren mit dem Begleitkatalog zu „Wee bass du?“

Jessica Theis und Eric Heimermann posieren mit dem Begleitkatalog zu „Wee bass du?“ Foto: Editpress/Hervé Montaigu

„Ich werde bald zum ersten Mal Onkel“, verkündet Eric Heimermann stolz, als er sich dem Tageblatt vorstellt. Der Mitte 30-Jährige sitzt in einem Versammlungsraum der Résidence Nico Kremer, einer Wohneinrichtung für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung. Er lebt seit zwei Jahren hier; arbeitet im Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend. Nebenbei ist er Hobbyfotograf. Sein liebstes Motiv: die Natur, denn sie habe eine beruhigende Wirkung auf ihn. „Ich habe eine seltene Krankheit, die meine Muskelkraft einschränkt“, offenbart er unaufgefordert. „Oft bin ich auf einen Rollstuhl angewiesen.“ Auf das Kunstprojekt „Wee bass du?“ der Fotografin Jessica Theis machten ihn seine Verwandten aufmerksam.

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