Kino
Was den Film „The Seed of The Sacred Fig“ zur schonungslosen Kritik am iranischen Regime macht
Der iranische Regisseur Mohammad Rasoulof legt seinen neuen Film „The Seed of the Sacred Fig“ als ein Familiendrama an, das er mehr und mehr in einen psychologischen Thriller umkippen lässt, ohne dabei den Blick auf das große Ganze außer Acht zu lassen: In einer Ästhetik aus halbdokumentarischen Handyaufnahmen lässt er eine schonungslose Regimekritik durchsichtig werden.
Niousha Akhshi in „The Seed of the Sacred Fig“ Quelle: imdb.com
Das iranische Kino hat mit einer Reihe prominenter Filmemacher, darunter Abbas Kiarostami, Jafar Panahi und Asghar Farhadi, konsequent ein Autorenkino ausgebildet, das fest in der gegenwärtigen Filmkunst verankert ist. Abbas Kiarostami verschaffte dem Iran einen festen Platz auf der Weltkarte des Kinos, als er 1997 bei den Filmfestspielen von Cannes die Goldene Palme für seinen Film „A Taste of Cherry“ gewann.