Neuerscheinung
Was das Buch „Luxembourg Philharmonic. Das Zukunftsorchester“ zum bedeutsamen Werk für Musikfans macht
Wenn das Luxembourg Philharmonic zwischen zwei Buchdeckel passt: Alain Steffen widmet sich in seinem neuen Buch der Vergangenheit und Zukunft des Orchesters. Einblicke in das gelungene Werk „Luxembourg Philharmonic. Das Zukunftsorchester“.
Das Luxembourg Philharmonic unter dem Dirigenten Gustavo Gimeno Foto: Marco Borggreve
Alain Steffens Blick auf das „Luxembourg Philharmonic“ richtet sich resolut in die Zukunft. Eine Zukunft, in der unsere Philharmoniker, so die Zeichen der Zeit, in der gleichen Liga spielen werden wie die Berliner oder die Wiener. So weckt sein Buch (Alain Steffen: „Luxembourg Philharmonic. Das Zukunftsorchester“, Rombach Verlag 2025) gleichermaßen hohe Erwartungen wie leise Wehmut. Weil es, bei all den berechtigten Lobeshymnen auf das aktuelle Orchester, ganz beiläufig, sorgsam gehütete Erinnerungen an das Vergangenheitsorchester entzaubert. Hat denn unser legendäres Rundfunkorchester bei Konzerten aus der Villa Louvigny nicht pure Magie verströmt; hat es, soweit persönlich erlebt, jemals hinterwäldlerisch geklungen? Haben wir bei den „Jeunesses musicales“ nicht jeden Dirigenten und jeden Solisten wie Heilsbringer gefeiert? Sternstunden, aber ja, die gab es auch damals. Alain Steffen überlässt in seinem Buch einigen wenigen Zeitzeugen den Rückblick auf die Pionierzeit, bevor er, zusammen mit illustren Gesprächspartnern, wie Sir Bryn Terfel oder Isabelle Faust, die Chronik des Orchesters weiterführt.