Hinter den Müllbergen
Warum Luxemburgs Umweltgesetze nicht greifen
Das Einwegverbot sollte eigentlich Anfang 2025 greifen, doch die Regierung setzt es nicht um. Der Umweltschutz steht wirtschaftlichen Interessen gegenüber. Luxemburgs Abfallpolitik zwischen Anspruch und Realität.
Einwegbehälter landen auf Müllhaufen oder in der Umwelt Grafik: Editpress/Kim Kieffer
Es klingelt an der Tür und der Lieferant hält einem die heiß duftende Bestellung vor die Nase: Die Pizza dampft noch im Karton und die Pasta glüht in der Aluschale. Das Problem ist nur: Die Verpackungen sind nicht zulässig. Die Reform des Abfallgesetzes von 2022 sah nämlich vor, bis Anfang 2025 alle Einwegverpackungen aus dem Gastronomiebereich zu verbannen. Behälter, Schalen, Teller und Besteck, die im Rahmen von Liefer- oder Mitnahmediensten verwendet werden, müssen seit diesem Jahr wiederverwendbar sein. Zudem sind die Unternehmen verpflichtet, Mehrwegverpackungen zurückzunehmen.