Unterricht bei Extremhitze
Warum Esch auf Hitzefrei verzichtet hat
Während andere Gemeinden den Nachmittagsunterricht absagten, hielt Esch die Grundschulen offen. Schulschöffe Meris Sehovic („déi gréng“) begründet das unter anderem mit sozialer Gerechtigkeit. LSAP-Gemeinderat Sacha Pulli verweist dagegen auf Temperaturen von bis zu 39 Grad in Klassenzimmern und fordert rasche Investitionen.
In vielen Klassenzimmern stiegen die Temperaturen während der Hitzewelle auf deutlich über 30 Grad Foto: Editpress/Julien Garroy
32,2 Grad im Durchschnitt, in fast jedem fünften gemessenen Klassenraum sogar mehr als 35 Grad: Die jüngste Hitzewelle machte den Unterricht für Schüler und Lehrkräfte zur Belastungsprobe. Während einige Gemeinden den Nachmittagsunterricht in der Grundschule absagten, verzichtete Esch auf eine allgemeine Freistellung. Schulschöffe Meris Sehovic („déi gréng“) verteidigt diese Entscheidung mit Blick auf künftig häufigere Hitzewellen: „Die Lösung kann nicht sein, dass wir die Schulen wochenlang schließen“, sagt der Politiker gegenüber dem Tageblatt. „Das Ministerium hat es sich ein bisschen zu einfach gemacht, indem es gesagt hat: Das ist eine kommunale Angelegenheit.“