Krötenwanderung

Warum Autofahrer jetzt besonders aufpassen sollten

Auch nach dem Höhepunkt im März sind noch viele Kröten auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Die Naturschutzorganisation „natur&ëmwelt“ warnt vor verstärkten Wanderbewegungen in den kommenden Wochen und bittet Autofahrer, besonders abends und nachts in bekannten Amphibienkorridoren vorsichtig zu fahren.

Autofahrer bei Krötenwanderung im Frühling auf Landstraße mit Amphibien und Warnschild

Autofahrer, aufgepasst! Die Krötenwanderung kann sich noch bis weit ins Frühjahr hineinziehen. Foto: natur&ëmwelt a.s.b.l.

Die Hauptphase der Krötenwanderung liegt meist im März, doch Naturschützer warnen: Auch bis in den Frühling hinein kommt es noch einmal zu verstärkten, späten Wanderbewegungen. Darauf weist die Naturschutzorganisation „natur&ëmwelt“ in einer Pressemitteilung am Freitag hin.

Grund dafür ist die innere biologische Uhr der Tiere: Sie beginnen ihre Wanderung nur unter geeigneten Bedingungen. Besonders bei abendlichen Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad sowie feuchtem Wetter können daher späte Wanderungen bis weit ins Frühjahr hinein auftreten.

Die Amphibien verlassen ihre Winterquartiere vor allem zwischen der Dämmerung und den frühen Morgenstunden, um zu ihren Fortpflanzungsgewässern zu gelangen. In den kommenden Tagen und Wochen könnten daher noch zahlreiche Tiere Straßen überqueren, informiert die Organisation.

Amphibienkorridore online einsehbar

Autofahrer werden gebeten, insbesondere in bekannten Amphibienkorridoren vorsichtig und aufmerksam zu fahren. Eine Übersicht der betroffenen Bereiche in Luxemburg ist auf einer Online-Karte einsehbar, auf der Orte markiert sind, an denen Amphibien regelmäßig Straßen überqueren.

Kröten sind beim Überqueren von Straßen besonders gefährdet, da sie sich langsam fortbewegen und häufig in größeren Gruppen wandern. Schon ein relativ geringes Verkehrsaufkommen kann für viele Tiere tödlich sein. Laut Naturschützern können bereits zehn Fahrzeuge pro Stunde rund 30 Prozent der Kröten töten, die versuchen, eine Straße zu überqueren.

Auch Bürger können zum Schutz der Tierchen beitragen: Wer wandernde Kröten beobachtet, kann Funde auf iNaturalist melden oder das Online-Formular auf geoportail.lu nutzen. Zudem sollten Probleme mit Barrieren oder Amphibienleitsystemen an die zuständigen Behörden weitergegeben werden. (DJ)

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