Neue Ausstellung

„Vu Lilien a Linnen“ beleuchtet Jugendstil, Handwerk und Kunst in Luxemburg

Die neue Ausstellung „Vu Lilien a Linnen“ im „Musée national d’archéologie, d’historie et d‘art“ (MNAHA) ist keine Pflanzenschau – vielmehr gewährt sie Einblicke in eine wichtige Kunstepoche, die sich auch auf Luxemburg auswirkte. Wie? Das verrät ein Rundgang.

Das MNAHA präsentiert seine neue Wechselausstellung: In „Vu Lilien a Lillen“ sind unter anderem Werke wie diese zu sehen

Das MNAHA präsentiert seine neue Wechselausstellung: In „Vu Lilien a Linnen“ sind unter anderem Werke wie diese zu sehen Foto: Tom Lucas

„Jugendstil oder Art nouveau“ heißt die Schlüsselfrage eingangs der Schau „Vu Lilien a Linnen“. „Jugendstil“, ein Name, der Programm war und erstmals 1897 in Leipzig verwendet wurde. Er bezieht sich auf die Zeitschrift „Jugend“, die „eine stilistische Abkehr von dem in Traditionen verhafteten Historismus“ forderte und sich an eine Bewegung mit „einer Aufbruchstimmung, einer Erneuerung und zugleich mit der Ablehnung des Einflusses der Industrialisierung auf die Kunst und das Kunsthandwerk“ lehnte.

Der Name zeugte gleichfalls von der engen Verknüpfung dieser Kunstrichtung mit gesellschaftlichen Fragen. Der französische Name „Art nouveau“ hingegen übertrug sich „von der Pariser Galerie ‚Hôtel de l’Art nouveau‘ des Hamburgers Samuel Bing (1828-1905) auf die neue Stilrichtung, deren Werke man dort sehen und erwerben konnte“. „Suche nach neuen dekorativen Gestaltungsmöglichkeiten“ auf deutscher Seite und „Vorstellungen von moderner Kunst und Kunsthandwerk, geprägt von kreativen Gestaltungsideen aus aller Welt“ auf der französischen Seite. Diese Stimmungen fanden ihren Niederschlag in der Kunstszene und darüber hinaus um 1900 auch in Luxemburg, das stets Einflüssen von außen ausgesetzt war und bleibt. Von diesen Anfängen und Ausprägungen zeugt die aktuelle Ausstellung im MNAHA, die von einem interessanten Konferenzprogramm begleitet wird.

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