Wölfe in Luxemburg
Von Niedersachsen nach Niederanven: Der Schafs-Reißer kam von weit her
Der Wolf, der Ende April in Niederanven Schafe gerissen hat, entstammt einem bestens bekannten Rudel. Das haben deutsche Forscher jetzt festgestellt. Ein „Webinar“ befasst sich bald mit der Frage der möglichen Koexistent von Wolf und Mensch im Land.
Nur für Schafe gefährlich? Der Wolf ist wieder da. (Symbolfoto) Foto: Pixabay
Mögen die Niedersachsen sich in ihrer inoffiziellen Hymne auch als „sturmfest und erdverwachsen“ bezeichnen, so stammt zumindest Letzteres nicht für den Wolf, der kürzlich in Niederanven Schafe gerissen hat (das Tageblatt berichtete): Wie die Luxemburger Naturverwaltung am Freitag mitgeteilt hat, ist das Tier nämlich aus dem deutschen Bundesland ins Großherzogtum gekommen – und hat damit eine Strecke von mindestens 500 Kilometern zurückgelegt. Der Verwaltung zufolge konnte der reiselustige Wolf anhand von DNS-Spuren identifiziert werden, die das deutsche Senckenberg-Institut analysiert hat. Allerdings war nicht das Tier selbst in einer Datenbank registriert, sondern dessen Eltern, die Mitglieder des sogenannten Rodewalder Rudels sind, das nördlich von Hannover lebt. Tiere aus dieser Population sind auch bereits in Belgien, den Niederlanden und in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden.