L’histoire du temps présent

Von Belval ins chinesische Anning: Hochofen C zwischen Stahlkrise und Boom

Es sind 30 Jahre her, dass der Hochofen C von Belval heruntergefahren werden musste – für immer, wie sich herausstellen sollte. Die Autoren haben im Juni 2025 eine Recherchereise ins chinesische Anning unternommen, wo der Hochofen von 1998 bis 2021 als Hochofen Nummer 6 ein zweites Leben geführt hat.

Seit 2021 stillgelegter Hochofen Nummer 6, ehemals Hochofen C, in Anning (2025)

Seit 2021 stillgelegter Hochofen Nummer 6, ehemals Hochofen C, in Anning (2025)

Als am 16. November 1979 in Anwesenheit von Großherzog Jean der neue Großraumhochofen auf Esch-Belval eingeweiht wurde, war dies für Arbed-Direktor Emmanuel Tesch „ein Glaubensbekenntnis für Luxemburg als Standort einer modernen, zeitgerechten Stahlindustrie“.1) Mit dem neuen Hochofen C setzte die Luxemburger Stahlindustrie auf einen technologischen Pfad, den man bereits in den 1880er Jahren eingeschlagen hatte: Er basierte auf der Verhüttung einheimischer Erze im Hochofen und der daran anschließenden Weiterverarbeitung in Stahl- und Walzwerk.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Fouhren

Vom Garagenbier zur Mikrobrauerei: Die Geschichte der Hinkelsbaacher Brauerei