Schifflingen
Vom „Flächenbuffet“ zum „Velo-Atelier“: Im Jugendhaus setzt man auf Nachhaltigkeit
Am vergangenen Freitag wurde Jacques Welter in einer Feierstunde vom Schifflinger Gemeinderat in die wohlverdiente Rente verabschiedet. Welter ist so etwas wie der Vater des Jugendhauses, das 2005 seine Türen öffnete. Ganz besonders am Herzen liegt ihm das Zukunftsdiplom. Das ist aber nicht das einzige interessante Projekt.
Das Schifflinger Jugendhaus ist in unmittelbarer Nähe zur Gemeinde im alten Postgebäude zu finden. Gleich am Eingang befindet sich das „Flächenbuffet“. Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Direkt am Eingang zum Schifflinger Jugendhaus steht das „Flächenbuffet“. Basis der Idee sind die rund 2000 m2 Ackerfläche, die für jeden Menschen auf der Welt pro Jahr zur Produktion seines Essens zur Verfügung stehen (vereinfachte Rechnung bei 1,5 Mrd. Hektar Ackerland und 7,5 Mrd. Menschen). Also haben sich die Jugendlichen aus dem Jugendhaus ihr Menü ausgesucht und bauen unmittelbar am Eingang alles an, was zur Produktion eines Kebabs benötigt wird. Die Hälfte der Fläche wird dabei für die Tiernahrung in Anspruch genommen. Zudem muss alles angepflanzt werden, was für das Brot und die Beilagen benötigt wird. „Es geht darum, die Jugendlichen, aber auch die ganze Gesellschaft zu sensibilisieren, was es alles braucht, um einen Kebab zu produzieren, den man sich sonst mal eben schnell im Imbiss abholt, wenn einem danach ist“, sagt Janine Smith, eine von vier festangestellten Erziehern im Schifflinger Jugendhaus (dazu kommt ein Erzieher in der Ausbildung). Im Herbst soll dann eine Art Erntefest stattfinden und der Kebab vorgestellt werden.