Walnüsse, Tradition und viel Handarbeit
Vianden bereitet sich auf den Nussmarkt vor: „Es ist viel mehr als nur ein Fest“
Am kommenden Sonntag steht das Ourstädtchen wieder kopf, denn der Nussmarkt, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober stattfindet, wird erneut Tausende von Menschen aus Nah und Fern anlocken. Doch bevor das Fest steigen kann, steht so manche Arbeit an. Wir begleiteten die Mitglieder der „Nëssmoort asbl.“ sowie die lokalen Vereine bei den Vorbereitungsarbeiten.
Ein nicht alltäglicher Einsatz der lokalen „Amicale des sapeurs-pompiers“ am vergangenen Samstag Fotos: Editpress/Roger Infalt
„Haaptstad vuan der Noss“, so wurde Vianden einst genannt, und das hatte auch seinen guten Grund, denn anfangs des vorigen Jahrhunderts kamen rund 20 Prozent aller in Luxemburg verkauften und verspeisten Nüsse aus Vianden. Es soll damals über 2.500 Nussbäume im Ourstädtchen gegeben haben.
„Das Fest rund um die Nuss, das wir erneut am kommenden Sonntag feiern, ist eigentlich weit mehr als nur ein Fest. Es ist eine Tradition, die wir aufrechterhalten wollen“, so Jeannot Scheidweiler, Vorstandsmitglied der Vereinigung „Nëssmoort asbl.“, die sich aus Vertretern von 15 lokalen Vereinen und der Geschäftswelt zusammensetzt, gegenüber dem Tageblatt. Eine Tradition, die mit dem ersten Nussmarkt im Jahre 1935 begann und seitdem zum festen Bestandteil des Viandener Brauchtums gehört. Nach Unterbrechungen während der Kriegsjahre sowie in der Zeit zwischen 1952 und 1962 lebte der Markt 1970 wieder auf und lockte von Jahr zu Jahr immer mehr in- und ausländische Besucher an. In der Zwischenzeit gibt es sogar ausländische Reisegesellschaften und Vereine, die speziell zum Nussmarkt Tagesfahrten nach Vianden anbieten.