Projekt „Via mosel’“
Die Mosel als grenzüberschreitende Route für Wein, Architektur und Tourismus
Via mosel’: Das Projekt zeigt die Mosel als grenzüberschreitenden Raum für Wein, Architektur und Tourismus. Am kommenden Wochenende laden zahlreiche Betriebe zu Tagen der offenen Tür ein.
Teil der Via mosel’: Die Villa Huesgen in Traben-Trarbach entstand um 1904, auf dem Höhepunkt des Jugendstils Foto: ORT Visit Moselle
Mit rund 11,5 Millionen Einwohnern ist die Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz ein wichtiger Markt für die Weingüter des Moseltals. Umso erstaunlicher ist, dass viele Menschen die Mosel touristisch noch immer nicht als Ganzes wahrnehmen. Dabei verbindet der Fluss Orte und Landschaften über Grenzen hinweg, von Toul in Lothringen über Remich bis nach Koblenz.
Hier setzt Via mosel’ an. Das Projekt zeigt die Mosel als grenzüberschreitenden Raum für Wein, Tourismus und Baukultur. Es lenkt den Blick auf etwas, das leicht übersehen wird: Diese Weinlandschaft verläuft zwar durch drei Länder, weist aber viele Gemeinsamkeiten auf.
Am 18. und 19. April veranstaltet Via mosel’ zum Saisonauftakt Tage der offenen Tür. „Das Programm läuft eigentlich das ganze Jahr über“, sagt Simone Schoder, Projektleiterin beim ORT Visit Moselle. „Zum Start der Saison wollen wir noch einmal auf das Projekt und die vielen Aktivitäten aufmerksam machen und mit den Menschen ins Gespräch kommen.“ 23 Winzerbetriebe machen mit, in Deutschland, Frankreich und Luxemburg gibt es insgesamt 33 Programmpunkte.
Ein Schwerpunkt ist die Architektur. Zu den Stationen zählen Weingüter und Weinorte, die nicht nur mit ihren Weinen, sondern auch mit ihrer Baukultur auffallen. Historische Höfe, Kelleranlagen, moderne Vinotheken und markante Fassaden zeigen, wie stark der Weinbau die Orte entlang der Mosel geprägt hat. Ausgewählt wurden die Stationen nach touristischer Qualität und architektonischer Eigenart.
So zeigt sich entlang des Flusses die Vielfalt der Moselregion. Via mosel’ macht sichtbar, was dort längst zusammengehört: Wein, Tourismus und Wege über Grenzen hinweg. Die Route eignet sich für einen Tagesausflug, ein Wochenende oder mehrere Etappen durch drei Länder.
Simone Schoder, Projektleiterin von Via mosel’ Foto: privat
Der Ursprung des Projekts liegt in Schengen. Dort wurde 2013 die Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung „Terroir Moselle“ gegründet. Sie bündelt Organisationen aus Weinbau, Tourismus und öffentlichen Institutionen der drei Länder. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken und die Weinbaubetriebe entlang der internationalen Mosel bekannter zu machen. Aus dieser Kooperation ging 2018 Via mosel’ hervor. Heute wird das Projekt von Weingütern, Weinorten und regionalen Partnern getragen.
Der Verkostungsraum in der Villa Huesgen (D)
Das Projekt macht auch deutlich, wie eng die Region über Grenzen hinweg verbunden ist. Im Mittelpunkt stehen Reisen, Probieren und Entdecken. Zugleich zeigt Via mosel’, dass die Orte entlang der Mosel trotz nationaler Grenzen viele Gemeinsamkeiten haben.
Kellergewölbe der Vereinigten Hospitien in Trier Foto: ORT Visit Moselle
Dessom in Remich Foto: ORT Visit Moselle
Alle Informationen zu Veranstaltungen, Uhrzeiten und Adressen sowie eine interaktive Karte mit vielen Fotos finden sich auf viamosel.com. Weitere Informationen gibt es auf Facebook und Instagram.
Weingut Cantzheim (D) Foto: Christopher Arnoldi