Kleidersammlung in Luxemburg im Umbruch
Verwirrung und Ärger in den Gemeinden durch kurzfristige Systemänderung
Kurzfristig und schlecht kommuniziert: Die Umstellung der Kleidersammlung in Luxemburg verärgert und verunsichert viele Gemeinden. Sie stehen plötzlich vor organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Ein Überblick.
Keine Seltenheit: Kleidercontainer werden oft für jegliche Müllentsorgung missbraucht Foto: Privat
Seit Dezember 2024 führen co-labor und „Forum pour l’emploi“ gemeinsam mit Kolping Asbl. die Sammlung gebrauchter Kleidung in Luxemburg durch. Die Textilien werden in Containern gesammelt, für den Transport vorbereitet und in Kooperation mit dem Textil-Recyclingunternehmen FWS (Boer Group) weiterverwendet.
Damit soll nun Schluss sein: Kolping Luxembourg zieht sich aus der Container-Sammlung zurück, und das bereits Ende Januar. Die Gemeinden müssten ab dem 1. Februar selbst für die Organisation aufkommen, wie ein aufgebrachter Bürgermeister letzte Woche erklärte. Besonders der kurze Zeitrahmen ärgert ihn: Erst am 16. Januar seien die Kommunen von den Betreibern co-labor und „Forum pour l’emploi“ über den tiefgreifenden Wandel informiert worden.