Luxemburger Mädchen in Peru

Vater befürchtet: „Zoé könnte im System verschwinden“

Vor anderthalb Jahren hielt Jérôme Grethen seine kleine Tochter zum letzten Mal in den Armen. Dann flog sie mit ihrer Mutter nach Peru. Inzwischen sind beide ganz untergetaucht: Nach der Mutter wird offiziell wegen Kindesentführung gefahndet. Positiv ist das aber nicht, sagt Grethen. Denn es besteht die Gefahr, dass die peruanischen Behörden die Vierjährige in einem Heim platzieren – und nicht beim Vater. 

Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte Zoé mit ihren Eltern in den peruanischen Anden nahe Cusco

Die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte Zoé mit ihren Eltern in den peruanischen Anden nahe Cusco Foto: Hugo Motor

„Stundenlang sind wir mit dem Zug gefahren – Land auf, Land ab. Zwei Jahre sind das her“, sagt Jérôme Grethen traurig. Er zeigt ein Foto mit einem kleinen, blonden Mädchen, das mit weit aufgerissenen Augen in den Führerstand eines Zuges blickt. Zoé hält ihre Hand gegen eine Schiebetür aus Glas, auf der sich ihr Antlitz widerspiegelt. Währenddessen sind im Hintergrund Gleise zu erkennen, daneben Häuser in einer verschneiten Landschaft. Und der Schatten ihres Vaters, der ihr liebevoll mit links um die Taille fasst, während er mit der Rechten das gelungene Selfie schießt.

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