Elektrizität
Unter Strom: Höchstspannungsleitung an deutsch-luxemburgischer Grenze nimmt Konturen an
Der Bau der 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung von der deutsch-luxemburgischen Grenze bis nach Bartringen nimmt zumindest auf dem Papier Gestalt an. Das Umweltministerium hat die Prüfung des Creos-Projekts auf seine Auswirkungen auf die Umwelt abgeschlossen und sich nach Bekunden von Minister Serge Wilmes (CSV) für die „umweltverträglichste Variante“ entschieden. Die 47 Kilometer lange Trasse soll möglichst in einiger Entfernung zu Wohngebieten und am Waldrand entlangführen.
Die kleine Variante der Hochspannung, wie hier auf dem Foto, soll in der geplanten Trasse einer 380-Höchstspannungsleitung weichen Foto: Editpress-Archiv/Isabella Finzi
Der Stromverbrauch in Luxemburg ist in den vergangenen Jahren in Luxemburg gesunken und damit auch die Menge des importieren Stroms. Trotz der internationalen Energiekrise gab es zu keinem Zeitpunkt Versorgungsunterbrechungen. Angesichts der demografischen und wirtschaftlichen Entwicklung wird der Strombedarf jedoch, unter anderem durch die Nutzung von Elektroautos, voraussichtlich um mehr als 30 Prozent bis 2030 steigen. Daher müssten die Verteilernetze vorangetrieben werden. Dies geht aus dem Bericht über die Versorgungssicherheit im Strombereich vom Wirtschaftsministerium vom Juli dieses Jahres hervor. Der Strombedarf dürfte auch in den nächsten Jahren hoch bleiben. Das 380-Kilovolt-Projekt der Creos soll ihn auch in Zukunft sicherstellen.