Nächtlicher Besuch
„Unsere Tochter möchte nicht mehr alleine im Haus sein“ – Escher schildern, wie bei ihnen eingebrochen wurde
45 Einbrücke und Einbruchsversuche in Esch – das ist die Bilanz des ersten Quartals. Die Zahl liegt damit somit etwas höher als im Vorjahresschnitt. Und auch wenn die Polizei keine Statistik nach Wohnvierteln führt, so war Dellhéicht zuletzt besonders betroffen.
Straße in Esch: Mehr Einbrüche als im Vorjahr. Foto: Editpress/Julien Garroy
Zugang zum Haus in der rue Emile Mayrisch verschafften sich die Einbrecher über die Garage oder die Eingangstür. Sie nutzten die Abwesenheit der Bewohner, die sich zu diesem Zeitpunkt im Urlaub befanden. Geklaut wurde so ziemlich alles, was die Diebe in die Finger bekamen, von Fahrrädern über ein Laptop bis hin zu Schmuck und Uhren. Eines der gestohlenen Räder hatte einen GPS-Chip. Der Besitzer konnte es im französischen Grenzgebiet orten, doch bekam er keine Hilfe von der französischen Polizei, wie er im Nachhinein anprangert. „Wir hätten nie gedacht, dass bei uns eingebrochen wird“, erzählt der Hausbesitzer dem Tageblatt, „schließlich wohnen wir gegenüber dem Krankenhaus. Und wir haben Nachbarn.“ Er vermutet, dass es sich bei dem oder den Tätern um eine Bande handelt. Das Haus sei vor dem Einbruch genau ausgeguckt und mit einem X markiert worden.