Echternacher Wald

Umweltministerium gibt Luxemburger Mufflons zum Abschuss frei

Die Mufflons im Echternacher Wald werden „dezimiert“. Das bestätigt die Sprecherin des Umweltministeriums am Freitagnachmittag gegenüber dem Tageblatt.

Mufflons sind ursprünglich in gebirgigen Landschaften zu Hause

Mufflons sind ursprünglich in gebirgigen Landschaften zu Hause Foto: Rolf Dietrich Brecher/CC BY 2.0/Flickr

Die Mufflon-Herde im Echternacher Wald wird zum Abschuss freigegeben. Das bestätigt Monica Duarte, Sprecherin des Luxemburger Umweltministeriums. Die Herde ist überbevölkert und richtet großen Schaden in den Wäldern und auf den anliegenden Wiesen an, sagt Duarte. „Aus diesem Grund werden die Mufflons zum Abschuss freigegeben.“

Laut Wort soll es eine staatlich organisierte Drückjagd („Chasse administrative“) für die Mufflons geben. Aber: Bevor mit der Tötung der Tiere begonnen wird, muss das Verfahren noch mit dem Tierschutz abgeklärt werden, sagt Monica Duarte. Den Luxemburger Mufflons soll so wenig Leid wie möglich zugefügt werden. Das Umweltministerium wird demnächst weitere Information über die Dezimierung der Mufflons bekannt geben.

Mufflons sind in Luxemburg eigentlich nicht heimisch. Der Neobiota-Datenbank des Naturkundemuseums zufolge wurden die ersten Exemplare der Wildschaf-Art 1905 im Grünewald in der Gegend von Imbringen gehalten. Die erste wilde Herde entstand, nachdem 1970 14 Mufflons in der Nähe von Kaundorf freigelassen wurden. Neben der im Echternacher Wald und der in Kaundorf kann man eine wilde Herde laut Naturkundemuseum auch in der Nähe von Hosingen finden. Die Tiere breiten sich in freier Wildbahn rasch aus. Vor allem in den vergangenen Jahren hat sich die Herde im Echternacher Wald laut Wort unkontrolliert vermehrt und richtet einen erheblichen Schaden für junge Bäume an.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren