Erste Mai-Hälfte

Trockenheit endet: Mehr Regen und Gewitter sind im Anmarsch

Nach einem viel zu trockenen April dreht das Wetter nun endlich auf. Die vergangenen Wochen haben das Klischee, in Luxemburg regne es ständig, gründlich widerlegt – damit ist vorerst Schluss, und die Natur darf aufatmen.

Schauer und Gewitter ziehen am warmen Samstag über die hügeligen Ardennen, typisches Wetterumschwung-Szenario

Umschwung: Schauer und Gewitter zogen am (warmen) Samstag über die Ardennen

Der April gilt statistisch gesehen als trockenster Monat des Jahres. An der Wetterstation des staatlichen Wetterdienstes am Findel fallen im Durchschnitt 49,4 Liter pro Quadratmeter. In diesem Jahr waren es laut Radardaten des deutschen Wetterdienstes rund um den Flughafen gerade mal 12 bis 20 Liter, weit unter dem langjährigen Mittel. Den trockensten Fleck markierte der Raum rund um Walferdingen mit nur 9 bis 11 Litern. Etwas besser, aber ebenfalls unterdurchschnittlich, war es im Nordwesten mit 15 bis 25 Litern. An der Météo-Boulaide-Station am Hareler Poteau wurden gerade einmal 17,6 Liter gemessen, knapp einen Kilometer weiter in Baschleiden waren es sogar nur 15,6 Liter.

Besonders auffällig war zudem die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit in den letzten neun Tagen des April. An den ASTA-Stationen Ulflingen, Mersch und Bettemburg wurden am 25. April nur noch 16 Prozent gemessen, in Echternach sogar nur 15 Prozent. Für unsere Region und die Jahreszeit ist das außergewöhnlich.

Auch die Temperaturen lagen leicht über dem Durchschnitt. Der bisherige Jahreshöchstwert wurde am vergangenen Samstag mit 27,4 Grad an der ASTA-Station in Wormeldingen gemessen, dicht gefolgt von Reckingen und Steinsel mit 26,9 Grad. Ein warmer Start in den Mai also, dem nun aber ein paar Steine in den Weg gelegt werden.

Unruhige Wochenmitte, dann kurzes Zwischenhoch

Das Muster steht fest, der genaue Verlauf bleibt aber unsicher. Am Dienstag macht sich die Luftmassengrenze bereits bemerkbar: Es wird bei uns regnen, wobei das europäische Modell die stärksten Niederschläge inklusive Gewitter etwas nördlich von uns sieht. Andere Modelle sehen jedoch den Nordwesten des Landes noch mitten in dieser Zone. Am Mittwoch gerät Luxemburg kurzzeitig in den Warmsektor eines Tiefs, in dessen Vorfeld sich am Abend erneut einzelne Gewitter entwickeln können. Donnerstag und Freitag bringen ein kurzes Zwischenhoch mit ruhigeren Bedingungen, bevor das Wochenende erneut Schauer und gelegentliche Gewitter mit sich bringt.

Temperaturen: Absturz und Erholung

Heute und morgen sind noch bis zu 16 Grad möglich, doch zur Wochenmitte geht es deutlich bergab. Mittwoch und Donnerstag werden mit Höchstwerten um 12 bis 13 Grad die kühlsten Tage, mehr als zehn Grad weniger als noch am vergangenen Wochenende. Erst ab dem 8. Mai steigen die Chancen auf einen erneuten Vorstoß milderer Mittelmeerluft. Eine stabile Hochdruckphase ist dabei aber nicht in Sicht, der Wechselcharakter bleibt das bestimmende Thema.

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