Polizei ermittelt wegen Tierquälerei
Trier: Mann ersticht Hund vor den Augen der jungen Besitzerin
In Trier-Heiligkreuz hat ein Mann vor den Augen zweier Teenager mit einem Messer auf einen Familienhund eingestochen. Der Golden Retriever starb an seinen Verletzungen. Wie es zu der Tat kam und was die Polizei sagt.
Symbolfoto: Marijan Murat/dpa
Es ist ein Drama, das sich am Montagabend gegen 21.50 Uhr im Karlsweg im Trierer Stadtteil Heiligkreuz abgespielt hat: Zwei Mädchen im Teenageralter gehen mit dem Familienhund, einem Golden Retriever, an der Straße entlang spazieren. Auf einmal reißt der Hund sich los und läuft quer über die Straße. Auf der anderen Seite ist ein Mann unterwegs, ebenfalls mit seinem Hund an der Leine.
Was dann geschieht, schildert die Trierer Polizei auf Nachfrage des Trierischen Volksfreunds so: Nachdem der Golden Retriever sich „von der Leine gerissen“ habe, habe er den Hund des 62-Jährigen auf der gegenüberliegenden Straßenseite „attackiert“. Die Hunde seien dann „ineinander geraten“. Daraufhin habe das Herrchen des zweiten Hunds ein Messer gezogen und den Golden Retriever „verletzt“.
Tierklinik stellt Tod fest
Der blutende Hund habe sich anschließend zu dem Mädchen aus der Besitzerfamilie über die Straße zurückgeschleppt. Die Familie brachte das Tier sofort in die Tierklinik in Trier-Feyen. „Dort konnte nur noch der Tod des Hundes festgestellt werden“, teilt die Polizei mit.
Festgestellt worden sei in der Klinik, dass der Golden Retriever einen einzigen Messerstich erlitten hatte. Der Täter hat also offenbar nur einmal zugestochen beziehungsweise nur einmal getroffen – dieser Stich endete allerdings tödlich. Woran das Tier genau gestorben ist, also ob innere Organe verletzt wurden oder ob der Stich etwa die Halsschlagader getroffen hatte, teilte die Polizei nicht mit. Die Tierklinik, bei der der Treirische Volksfreund angefragt hat, gibt aus Datenschutzgründen keine Auskunft.