Konzert

Toto spielen in der ausverkauften Rockhal: Die Maschine, die reinsten Pop produziert

Toto sind zurück in Luxemburg, in der ausverkauften Rockhal reihen sie Hit an Hit, von „Rosanna“ über „Hold the Line“ bis „Africa“. Über eine Band, die sich wie keine Zweite in der Produktion von makellosen Songs und großen Gefühlen versteht.

Frontmann Steve Lukather

Frontmann Steve Lukather Foto: Editpress/Georges Noesen

Es gibt ein berühmtes Zitat über Musikjournalismus, es wird wahlweise Elvis Costello oder Frank Zappa oder irgendwem anders zugeschrieben, und das geht so: „Über Musik zu schreiben, ist wie über Architektur zu tanzen – eine ziemlich dumme Idee“. Zappa ist ein ziemlich guter Kandidat für den Ursprung dieses Bonmots, immerhin ist er historisch verbürgt auch an anderer Stelle nicht zimperlich mit Journalisten umgesprungen („Rockjournalismus bedeutet, dass Leute, die nicht schreiben können, Leute interviewen, die nicht reden können, um Artikel zu liefern für Leute, die nicht lesen können“). Selbstverständlich, so müssen wir an dieser Stelle natürlich schreiben, ist das großer Quatsch, würde ja sonst die gesamte Profession des Kulturkritikers obsolet. Aber Zappa, Costello oder irgendwer anders trafen mit der ganzen Zu-Architektur-tanzen-Sache einen wunden Punkt: die Subjektivität der Musikerfahrung. Nennen wir es der Einfachheit halber: das Soundtrack-of-our-lives-Problem. Man kann es ganz wunderbar untersuchen am lebenden Objekt der Band Toto, die am Montagabend vor ausverkaufter Rockhal spielte.

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