ALEH organisiert Gesprächsrunde
Stellenwert der Luxemburger Geschichte
Zwei Tage vor Nationalfeiertag hatte die „Association luxembourgeoise des enseignants d’histoire“ (ALEH) eine Gesprächsrunde mit dem Titel „Wéi e Stellewäert huet d’Lëtzebuerger Geschicht an der Fuerschung, an der Schoul, an der Ëffentlechkeet?“ in der „Bibliothèque nationale du Luxembourg“ organisiert. Zu Wort kamen Historiker der Universität Luxemburg, eine junge Studierende sowie eine Lehrerin aus dem Sekundarunterricht.
Die Gesprächsrunde „Wéi e Stellewäert huet d’Lëtzebuerger Geschicht an der Fuerschung, an der Schoul, an der Ëffentlechkeet?“ war trotz EM und sommerlicher Temperaturen gut besucht Foto: Editpress/Julien Garroy
„Was möchte die Luxemburger Geschichte sein? Eine eher konservative Nationalgeschichte, ein kollektives Gedächtnis? Welche Geschichte ist relevant?“ Mit diesen Fragen eröffnete Historiker Pit Peporté das Rundtischgespräch und gab die Schwerpunkte des Abends vor. Doch es sollte auch darum gehen, was die Schüler und die Jugendlichen über die Geschichte ihres Landes wissen und wie man ihnen die Geschichte Luxemburgs näher bringen könnte. Für Aurélie Thines, die an der Universität von Montréal das Fach Geschichte studiert, fehlt es an einem gesamten Überblick, um die Geschichte Luxemburgs besser aufarbeiten zu können. Ihre Erfahrungen mit der Geschichte des heutigen Großherzogtums fielen während ihrer Schulzeit sehr ernüchternd aus und sei vom Lehrpersonal abhängig gewesen, so die junge Studierende. Als Ursachen sieht Françoise Flesch, die das Fach Geschichte am „Lycée du Nord“ unterrichtet, vor allem in der Art und Weise, wie die Luxemburger Geschichte im Sekundarunterricht behandelt wird.