Angst, Panik, Isolation
Statec-Befragung zeigt, welche Auswirkungen Gewalt auf die Betroffenen hat
56 Prozent der von Statec befragten Gewaltbetroffenen gaben an, Angst, Furcht und Panik erlebt zu haben Symbolfoto: dpa/Paul Zinken
Luxemburgs Statistikinstitut Statec hat die Ergebnisse einer neuen Befragung veröffentlicht – darin geht es um die Auswirkungen, die Gewalterfahrungen auf Betroffene haben. Ein Viertel der Geschädigten hätten beispielsweise in der sogenannten Sicherheitsumfrage 2019/2020 angegeben, bei der Tat körperliche Verletzungen erlitten zu haben – doch die Zahl der psychisch Betroffenen sei noch deutlich höher. „61 Prozent der Opfer berichten über Vertrauensverlust, ein Gefühl der Verletzlichkeit und Unsicherheit, während 69 Prozent der weiblichen Opfer Angst, Furcht oder Panik empfinden“, so Statec. „Mehr als 22 Prozent der Opfer im Alter von 16 bis 34 Jahren litten unter Schlaf- oder Essstörungen und 17 Prozent unter sozialer Isolation.“
Darüber hinaus hätten 56 Prozent der Befragten angegeben, Angst, Furcht und Panik erlebt zu haben. 37 Prozent standen laut den Ergebnissen der Umfrage unter Schock. „Die emotionalen Auswirkungen sind im Durchschnitt bei weiblichen Opfern stärker, von denen fast 70 Prozent Angst, Furcht und Panik und 42 Prozent einen emotionalen Schock erlebt haben“, berichtet Statec weiter. „Die emotionalen Auswirkungen von Gewalt auf die Opfer können sich auch deutlicher zeigen: Schlaf- oder Essstörungen in 18 Prozent der Fälle, soziale Isolation in 12 Prozent der Fälle und sogar Selbstverletzungen oder Suizidgedanken in 3 Prozent der Fälle.“
Befragt wurden Einwohner Luxemburgs über 16 Jahren, die innerhalb von fünf Jahren vor der Befragung von Gewalt betroffen waren. Die nächste Erhebung ist für 2026/27 geplant. Die vollständige Auswertung der Statec-Befragung gibt es in französischer Sprache unter diesem Link.
Haben Sie Suizidgedanken oder benötigen Sie akut Hilfe, was das Thema psychische Gesundheit angeht? Dann wenden Sie sich bitte an „SOS Détresse“ (+352 45 45 45), an das „Kanner- a Jugendtelefon“ (+352 11 61 11) oder an www.prevention-suicide.lu.