Luxemburgensia

Starkes Band, schwacher Text: „Ein starkes Band“ von Maryse Krier

Maryse Kriers Novelle „Ein starkes Band“ handelt von einer gescheiterten Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen. Der Text ist formal bemüht, die Figurenzeichnung flach, die Handlung vorhersehbar und das Lektorat schlampig, sodass das Interesse an der an sich interessanten, mit literarischen Referenzen gespickten Erzählung schnell abflacht.

Die Autorin Maryse Krier

Die Autorin Maryse Krier

Unverhofft trifft Emma Becker (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen französischen Schriftstellerin, die in „La maison“ über ihre zweijährige Erfahrung als Berliner Prostituierte schreibt) in Esch/Alzette auf die Doppelgängerin ihrer damaligen besten Freundin Nelly Smith, die nach dem Abi spurlos verschwunden ist. Die Begegnung lässt Emma keine Ruhe – fortan geht ihr die Freundschaft mit Nelly, der rebellischen Querdenkerin, nicht mehr aus dem Kopf. Emma beschließt, herauszufinden, was Nelly damals dazu bewegt hat, urplötzlich nach England auszuwandern und sich nie wieder bei ihrer besten Freundin zu melden.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren

Skulptura 2026

Wenn die Kunst der Natur eine Stimme verleiht

Littérature du Luxembourg

Lambert Schlechter entre en dialogue avec Lu Yu – un poète qui ne répond jamais