Papstbesuch in Luxemburg
So war der Tag: Wetterkapriolen, Demonstration und ein Babywunsch
Der Besuch von Papst Franziskus zog am Donnerstag mehrere Tausend Schaulustige in die Hauptstadt. Von einem Menschenauflauf wie anno 1985 war Luxemburg bei der achtstündigen Stippvisite des Oberhauptes der katholischen Kirche aber weit entfernt, was wohl nicht nur am schlechten Wetter lag. In Erinnerung bleiben wird der Besuch des Pontifex auch durch eine Demonstration beim Umzug im Papamobil, eine unerwartete Espressopause und die Aufforderung an die Luxemburger, doch bitteschön mehr Bambinis in die Welt zu setzen.
Der Papst als Popstar: Franziskus in seinem Papamobil am „Cercle Cité“ Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Um kurz nach 10.00 Uhr hieß es am Donnerstag am Findel: Habemus Papam. Erstmals seit 1985 hatte ein Papst wieder Luxemburger Boden betreten. Der 87-jährige Franziskus trat seine 46. Auslandsreise in Luxemburg an und verabschiedete sich nach acht Stunden mit dem Flieger in Richtung Belgien. Im Gegensatz zu 1985 hielt sich der Besucherandrang in der Hauptstadt in Grenzen, was einerseits an den widrigen Witterungsverhältnissen, anderseits aber vor allem an der schwindenden Bedeutung der katholischen Kirche in der Luxemburger Gesellschaft liegt. Jedenfalls hätte man sich das Einrichten des Public Viewing auf der „Kinnekswiss“ und auf der place de Paris getrost sparen können, denn dorthin verirrten sich am Donnerstag so gut wie keine Menschen.