Sonnenfinsternis
So bereitet sich unser Fotograf auf den großen Moment der Aufnahme vor
Am Mittwochabend, 12. August, gegen 20.15 Uhr, wird eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein, bei der sich der Mond zwischen Erde und Sonne schiebt und rund 90 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt werden. Unser Fotograf Georges Noesen erklärt, wie er sich auf das besondere Ereignis vorbereitet hat.
Wie ein Fotograf sich auf die Sonnenfinsternis vorbereitet Foto: Editpress/Georges Noesen
Tageblatt: Georges, ist es deine erste Sonnenfinsternis?
Georges Noesen: Nein, die erste erlebte ich vor ziemlich genau 27 Jahren, am 11. August 1999. Ich hatte sie nur mit einem Auge gesehen (grinst), weil ich meine Schutzbrille in zwei Teile trennen musste. Sie war also mit einer Astro-Solar-Folie versehen, einer speziellen Folie, die wie das Filtersystem einer Kamera funktioniert. Das heißt, das Bild wird extrem abgedunkelt, indem millionenfach Licht abgeschirmt wird. Die Folien haben einen UV- und Infrarotfilter, was normale Fotofilter nicht haben. Damit beginnt schon die Diskussion unter Fotografen. Viele wollen das Ganze mit den normalen Neutral-Density-Filtern fotografieren. Andere sagen: auf keinen Fall, weil ein normaler ND-Filter keinen UV- und Infrarotschutz hat. Ohne diesen Schutz wird die Kamera beschädigt.