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Sicher durch den Winter: Tipps für Radfahrer während der kalten Jahreszeit

Bei winterlichen Wetterbedingungen sollten alle Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam sein. Auch Radfahrer müssen sowohl bei der Ausstattung als auch beim Fahrverhalten auf verschiedene Punkte achten.

Sichtbarkeit ist das A und O für sicheres Radfahren

Sichtbarkeit ist das A und O für sicheres Radfahren Foto: Editpress/Tania Feller

Obwohl Luxemburg keine weißen Weihnachten feiern konnte, lag Ende November schon der erste Schnee. Der Winter ist noch lang und die nächsten Schneeflocken kommen bestimmt. Für diejenigen, die auch bei tiefen Temperaturen nicht auf ihr Fahrrad verzichten wollen, hat ProVelo winterliche Tipps zusammengestellt. Denn der Drahtesel sei auch im Winter ein gutes, verlässliches Transportmittel. Trotzdem müssen Radfahrer bei ihrer Tour durch Schnee und Kälte auf verschiedene Aspekte achten.

So sorge niedriger Luftdruck der Reifen bei glatten Straßen für eine bessere Haftung. Der Grund: „Die Auflagefläche des Reifens wird größer und das Fahrrad lässt sich dadurch besser kontrollieren“, schreiben die Fahrradaktivisten. Menschen, die sich weniger sicher auf dem Zweirad fühlen, können den Sattel tiefer stellen. „Der Schwerpunkt des Fahrradfahrers liegt tiefer und sorgt für ein sichereres Fahren“, schreibt ProVelo. Zusätzlich sei es so möglich, die Füße schneller auf den Boden zu setzen, falls etwas passieren sollte.

Eine der großen Herausforderungen bei glatten Straßen sind Kurven. Deswegen soll man in Biegungen bestenfalls nicht beschleunigen oder bremsen. Das Tempo soll schon vor den Kurven reduziert werden, damit man die Kontrolle über das Fahrrad behält. Und: Der optimale Bremsweg ist nur mit beiden Bremsen – vorne und hinten – garantiert. „Dadurch bleibt das Fahrrad im Gleichgewicht und garantiert die beste Kontrolle beim Stehenbleiben“, so ProVelo. Falls das Bremsen bei Glatteis nicht möglich ist, soll man das Rad ausrollen lassen.

Sichtbarkeit ist wichtig

So muss das Fahrrad ausgestattet sein

Der luxemburgische „Code de la Route“ schreibt neben den Verhaltensregeln der Verkehrsteilnehmer ebenfalls vor, wie ein Fahrrad ausgestattet sein muss. Nötig sind:
– eine Klingel
– zwei unabhängige Bremsen
– vorn ein weißes oder gelbes Licht
– mindestens zwei Speichenreflektoren pro Rad oder durchgehender reflektierender Streifen an den Reifen
– Reflektoren an den Pedalen
– roter Rückstrahler
– rotes Rücklicht
Sollte die Beleuchtung am Fahrrad mangelhaft sein, fällt ein Bußgeld von 74 Euro an. Fehlt der Rückstrahler an den Pedalen oder in den Rädern, kostet das 49 Euro.

Während der Wintermonate ist es länger dunkel. „Die Sichtbarkeit des Fahrradfahrers spielt eine große Rolle bei der Sicherheit des Radfahrers“, so ProVelo. Deswegen ist die richtige Ausstattung wichtig (siehe Infokasten). Auch der Winkel der Leuchten muss beachtet werden. Das Licht soll auf den Boden, ein paar Meter vor den Vorderreifen gerichtet sein. „Hindernisse auf der Straße können so früh genug erkannt werden, aber entgegenkommende Radfahrer werden nicht geblendet“, schreiben die Aktivisten. Auch Warnwesten helfen bei der Sichtbarkeit.

Natürlich soll jeder Fahrradfahrer, wie alle Verkehrsteilnehmer, seinen Fahrstil an die Wetterbedingungen anpassen. Heißt: Bei Glätte, Schnee, Eis oder schlechter Sicht langsamer in die Pedale treten. Radfahrer sollen den Bremsweg als länger einschätzen und den Sicherheitsabstand vergrößern. Denn: „Jeder muss ein wenig auf den anderen aufpassen und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern rechnen.“

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