Gothic
Sex, Tod und Haarspray: Ein Standardwerk über die „schwarze Szene“
Sie ist um 1980 herum aus dem Umfeld von Punk, Post-Punk und New Wave entstanden. Die Gothic-Kultur wurde zur eigenen Subkultur, die bis zur Jahrtausendwende besonders verbreitet war, bevor sie zersplitterte, kommerziell ausgeschlachtet wurde und im Mainstream überging. Nach den Worten des britischen Autors, Journalisten und Musikers John Robb erfreut sie sich trotzdem noch einer „guten Konstitution“.
„Seele brennt“ Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten, war schon auf dem Wave-Gotik-Treffen (2018) Foto: Mr. Rossi / Wiki Commons
Eine schmale Treppe führt in den Untergrund. Während sich auf der Straße vor dem „Skandal“ ein paar Punks mit einer Gruppe Psychobillys unterhalten und einander zuprosten, gehen zwei Frauen mit hochtoupierten Haaren und weiß geschminkten Gesichtern, in Miniröcken und Netzstrumpfhosen durch die Eingangstür in den Club in der Pforzheimer Innenstadt, der in der Region um Karlsruhe Mitte der 80er Jahre zu den angesagtesten jener Szene gehörte, die sich New-Wave- und später Gothic-Szene nannte.