In Luxemburgs Kinos
„Sentimental Value“ wurde hoch gepriesen, zeugt aber nicht von künstlerischem Risiko
Joachim Triers neuer Film „Sentimental Value“ war einer der am meisten erwarteten Beiträge des Festivals von Cannes und wurde am Ende mit dem „Grand Prix de Jury“ ausgezeichnet. Doch bei aller Anerkennung, die er erntete, bleibt der Eindruck zurück, dass sich hinter seiner sorgfältig komponierten Oberfläche wenig künstlerisches Risiko verbirgt.
Renate Reinsve und Inga Ibsdotter Lilleaas in „Sentimental Value“, Rating: 2.5/5 Punkte Quelle: imdb.com
Es beginnt mit einer Einstellung der Stadt Oslo. Ein Schwenk führt den Blick zu einem Friedhof und bald tritt die eigentliche Hauptfigur auf: ein altes Haus aus dem 19. Jahrhundert. Dieses Haus, das selbst zu erzählen beginnt, ist über Generationen hinweg Zeuge von Leben, Konflikten und Verlusten. In diese Geschichte fügt sich die Figur der Nora ein, gespielt von Renate Reinsve, die schon in „Der schlimmste Mensch der Welt“ (2021) mit ihrer undurchsichtigen Ausstrahlung auffiel. Nora ist Schauspielerin und leidet an Lampenfieber, was zu einer Mischung aus komischen und peinlichen Szenen führt.