Meisterwerke der Filmgeschichte

„Secrets & Lies“ zeigt, wie die Wahrheit eine befreiende Kraft entfalten kann

Das Tageblatt präsentiert in einer losen Filmserie Meisterwerke der Filmgeschichte, die 2026 ein Jubiläum feiern – dieses Mal „Secrets & Lies“ von Mike Leigh, der neben Ken Loach und Stephen Frears einer der wichtigsten Vertreter des New British Cinema ist. Der mehrfach preisgekrönte Streifen ist ein Paradebeispiel für große Darstellerleistungen sowie für die Vereinbarkeit von Sozialkritik und Unterhaltung.

Familie entdeckt nach und nach verborgene Geheimnisse, emotionale Enthüllungen im familiären Umfeld

Allmählich kommen in der Familie mehr und mehr Geheimnisse ans Tageslicht Foto: IMDb

Hortense hat eine gut bezahlte Stelle als Optikerin. Die schwarze Frau Ende 20 aus der britischen Mittelschicht, gespielt von Marianne Jean-Baptiste, wurde als Kind von ihrer Pflegemutter adoptiert. Nach deren Beerdigung macht sie sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter Cynthia (Brenda Blethyn). Sie findet die unverheiratete Frau, eine Weiße aus ärmlichen Verhältnissen, in einem Reihenhaus am Stadtrand von London. Den kärglichen Lebensunterhalt bestreitet Cynthia mit einem Job in einer Fabrik. Ihre Tochter Roxanne arbeitet als Straßenkehrerin. Cynthias Bruder Maurice (Timothy Spall) ist Hochzeits- und Porträtfotograf und mit seiner Frau Monica, die Cynthia nicht ausstehen kann, gerade in ein neues Haus eingezogen.

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