Kleidung und Identität
Schuluniformen sind in Luxemburg selten – der Dresscode existiert trotzdem
Luxemburgs Schulen kennen kaum Uniformen. Trotzdem kleiden sich viele Jugendliche aus Zugehörigkeit, Statussuche und Angst vor Urteilen ähnlich.
Schuluniform oder Alltagskleidung? In Luxemburg gibt es beides – und auch ohne offizielle Vorgaben gibt es unter Jugendlichen einen Dresscode Grafik: Editpress/Kim Kieffer
Prinz George trägt an seinem neuen Internat Eton einen schwarzen Frack, eine Weste, eine gestreifte Hose und einen steifen weißen Kragen. Die Schule schreibt genau vor, wie ihre Schüler auszusehen haben.
In Luxemburg sind solche Uniformen selten. Eine Ausnahme ist die Over The Rainbow School. Dort soll eine geschlechtsneutrale Uniform das Gemeinschaftsgefühl stärken und den Druck durch Marken und Modetrends senken. An der EHTL („Hotelschoul“) sind die Kleidervorschriften besonders streng, dienen jedoch vor allem der Vorbereitung auf die beruflichen Anforderungen in Hotellerie und Gastronomie. An den meisten Schulen wählen Jugendliche ihre Kleidung jedoch selbst. Trotzdem sehen viele ähnlich aus. Denn auch ohne offizielle Regeln entsteht ein Dresscode, geprägt von Freunden, sozialen Medien und der Angst, negativ aufzufallen.