Wetterumschwung
(Schnee)Regen statt Sonne: Kaltfront beendet frühes Frühlingswetter
Während der Wochenbeginn noch einmal freundlich verläuft, kündigt sich ab Mittwoch ein deutlicher Rückfall zu Spätwinterverhältnissen an – inklusive Schneeschauern, Graupel und sogar Gewittern.
Ab Mittwoch wird die Wetterlage zunehmend instabiler Symbolbild: dpa/Martin Schutt
Aktuell liegt Luxemburg noch unter dem Einfluss einer Hochdruckbrücke, die sich zwischen einem Hoch über dem Atlantik und einem weiteren über Russland spannt. Diese Konstellation sorgte in den vergangenen Tagen für viel Sonnenschein und ungewöhnlich hohe Temperaturen.
So wurden am Wochenende verbreitet Höchstwerte zwischen 14 und über 20 Grad gemessen – ein für Ende März deutlich zu mildes Niveau. Auch zu Wochenbeginn bleibt das Wetter noch relativ ruhig. Am Dienstag ziehen zwar vermehrt Wolken durch, doch Niederschläge sind zunächst kein Thema. Die Sonne zeigt sich weiterhin zeitweise und die Temperaturen erreichen noch einmal 14 bis 17 Grad.
Hochdruck bricht, Atlantik gewinnt Einfluss
Die stabile Wetterlage erweist sich jedoch als zunehmend instabil. Die Hochdruckbrücke fungiert gewissermaßen als Schwachstelle und wird im Laufe der Woche aufgebrochen: Ein kräftiges Tiefdruckgebiet über Skandinavien greift in die Wetterlage ein, während das Hoch westlich Europas bestehen bleibt. Dadurch stellt sich eine nordwestliche Strömung ein, die deutlich kühlere und feuchtere Luftmassen aus Richtung Nordsee nach Mitteleuropa führt.
Markante Kaltfront am Mittwoch
Der entscheidende Wetterumschwung erfolgt in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwochvormittag. Zunächst erreicht eine Warmfront Luxemburg, bevor rasch die eigentliche Kaltfront folgt. Zu Beginn fällt verbreitet Regen, doch mit dem Einströmen kälterer Luft gehen die Niederschläge schnell in Schneeregen und in höheren Lagen auch in Schnee über.
Typisch für diese Lage ist ein sehr wechselhafter Verlauf: Schauer wechseln sich mit kurzen sonnigen Abschnitten ab. Durch die instabile Luftmasse sind zudem einzelne Wintergewitter möglich. Dabei kann es lokal zu Graupel kommen, auch stürmische Windböen bis zu 65 km/h stehen zur Option.
Örtlich ist vorübergehend eine dünne Schneedecke möglich
Die Temperaturen reagieren entsprechend deutlich auf den Luftmassenwechsel. Während am Dienstag noch frühlingshafte Werte erreicht werden, sinken die Temperaturen am Mittwoch im Tagesverlauf auf nur noch 1 bis 5 Grad. Auch am Donnerstag bleibt es kühl, mit Höchstwerten zwischen 3 und 7 Grad. In höheren Lagen können die Temperaturen teilweise noch darunter liegen.
Vor allem in den nördlichen Landesteilen und in höheren Lagen ab etwa 450 bis 500 Metern besteht die größte Wahrscheinlichkeit für Schneeschauer. Dort kann sich örtlich auch eine dünne Schneedecke bilden – meist handelt es sich jedoch nur um fast nichts bis wenige Zentimeter.
In tieferen Lagen bleibt es überwiegend bei Regen, Schneeregen oder nassen Schneeschauern ohne relevante Schneedecke. Dennoch können durch die feuchten Straßen und sinkende Temperaturen vor allem nachts und am frühen Morgen glatte Verhältnisse auftreten.
Wetter bleibt wechselhaft
Auch nach der Wochenmitte bleibt das Wetter anfällig. Der Freitag könnte sich vorübergehend etwas beruhigen, bevor am Samstag möglicherweise eine weitere Störung mit erneutem Niederschlag folgt – je nach Modell auch wieder mit Schneeanteilen.
Für den Sonntag bestehen hingegen Chancen auf eine Wetterberuhigung mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken sowie langsam wieder steigenden Temperaturen.
Auch mit Blick auf den Beginn des Aprils gibt es weiterhin Hinweise auf wechselhafte und zeitweise kühle Witterungsphasen. Ein endgültiger Übergang in stabiles Frühlingswetter lässt somit immer noch auf sich warten.