Mobbing am Arbeitsplatz

Schluss mit dem Tabu: OGBL fordert rechtlichen Rahmen für Mobbing im öffentlichen Dienst

Ob Lehrer oder Gemeindeangestellte: Bei der Gewerkschaft OGBL melden sich immer mehr Menschen, die über Mobbing am Arbeitsplatz klagen. Aus diesem Grund lanciert der OGBL eine Kampagne für den öffentlichen Dienst – und fordert einen gesetzlichen Rahmen.

Fordern eine unabhängige Instanz, die sich um Mobbing kümmert: Joëlle Damé (Mitte links) und Alain Rolling (Mitte rechts)

Fordern eine unabhängige Instanz, die sich um Mobbing kümmert: Joëlle Damé (Mitte links) und Alain Rolling (Mitte rechts) Foto: Editpress/Julian Dörr

Jeden Tag klingle bei der Gewerkschaft das Telefon, sagt der OGBL-Zentralsekretär für den öffentlichen Dienst, Alain Rolling. Am anderen Ende: verzweifelte Mitarbeiter, die über Mobbing am Arbeitsplatz klagen. Sie berichten von Ängsten und Schlafstörungen, wissen nicht mehr weiter. 15 Prozent der Luxemburger sind schon einmal Opfer von Mobbing am Arbeitsplatz geworden, im öffentlichen Dienst sind es sogar 18 Prozent, beinahe jeder Fünfte. Das komme nicht von ungefähr, sagt Joëlle Damé, Präsidentin des SEW/OGBL. Für Beamte und Angestellte im Staats- und Gemeindedienste gebe es hierzulande keinen gesetzlichen Rahmen für Mobbing am Arbeitsplatz und keine Anlaufstelle für Opfer. „Wir befinden uns in einem Rechtsvakuum“, so Damé.

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